Arbeitsbereich II

Kollaborative Informationssysteme zur Unterstützung rechtswissenschaftlicher Prüfprozesse

These
Rechtsanwender können bei der Beantwortung von Rechtsfragen durch kollaborative Informationssysteme unterstützt werden, die das Aufspüren der wesentlichen Rechtsfragen zur Lösung eines Falles erleichtern.

Beschreibung
Im Rahmen dieses Teilprojekts soll der juristische Entscheidungsprozess, soweit möglich, in ein semi-formales System abgebildet und so einer Strukturierung und Unterstützung durch Informationssysteme zugänglich gemacht werden.
Das zugrundliegende Konzept soll anhand konkreter Prüfungsabläufe erarbeitet, wissenschaftlich analysiert und entworfen werden. Die Erstellung und Bearbeitung von Prüfungsschemata soll in dem prototypisch zu implementierenden Informationssystem durch Sachbearbeiter möglich sein (zB. Crowd-Sourcing), wofür ein semi-formales Repräsentationsmodell entwickelt wird.
So gewonnene Daten können auch zur Weiterentwicklung semantischer/struktureller Netze („Landkarten des Rechts“) verwendet werden.
Bei Herausbildung einer hinreichend großen Datengrundlage können auch empirische Erkenntisse über Subsumtionsvorgänge gewonnen werden.

Ziel(e)
Im Rahmen dieses Teilprojekts soll der juristische Entscheidungsprozess, soweit möglich, in ein semi-formales System abgebildet und so einer Strukturierung und Unterstützung durch Informationssysteme zugänglich gemacht werden.
Das zugrundliegende Konzept soll anhand konkreter Prüfungsabläufe erarbeitet, wissenschaftlich analysiert und entworfen werden. Die Erstellung und Bearbeitung von Prüfungsschemata soll in dem prototypisch zu implementierenden Informationssystem durch Sachbearbeiter möglich sein (zB. Crowd-Sourcing), wofür ein semi-formales Repräsentationsmodell entwickelt wird.
So gewonnene Daten können auch zur Weiterentwicklung semantischer/struktureller Netze („Landkarten des Rechts“) verwendet werden.
Bei Herausbildung einer hinreichend großen Datengrundlage können auch empirische Erkenntisse über Subsumtionsvorgänge gewonnen werden.

Wissenschaftliche Relevanz

Informatik
Die formal logischen Beziehungen zwischen den Rechtsvorschriften (zB. Normen) sollen analysiert und expliziert werden. Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Bereich Knowledge Engineering sollen anschließend Gestaltungsvorschriften erarbeitet werden und eine prototypische Umsetzung erfolgen.

Rechtswissenschaft
Der Entwicklung von Repräsentationsstrukturen geht eine Erschließung rechtlicher Begründungsstrukturen sowie der Gesetzessystematik voraus. Die Auswertung der in das Informationssystem eingepflegten Daten verspricht Erkenntnisse bei der quantitativen Untersuchung von Normstrukturen. Ein lauffähiges System mit einer weiten Datenbasis stellt Arbeitserleichterungen für die Rechtspraxis in Aussicht.